Freitag, 24. Dezember 2010

Die Clowns kommen: Plenum der Ökonomen

.

Das ist mal eine gute Idee zur allgemeinen Belustigung. Unsere einschlägig für die Kapitalinteressen in allen Medien agitierenden Professoren wollen sich im Internet noch eine spezielle Bühne zum Auftritt verschaffen:

Deshalb rufen wir auf zur Gründung eines

Plenums der Ökonomen

als einer elektronischen Vollversammlung aller Hochschullehrer für Volkswirtschaftslehre, die an einer deutschen Universität oder als deutsche Staatsbürger an einer ausländischen Universität lehren.

Das Plenum der Ökonomen berät und äußert sich ausschließlich zu volkswirtschaftlichen Ausnahmesituationen von herausragender nationaler Bedeutung. Einziges Ziel des Plenums ist es, die Öffentlichkeit und die demokratisch legitimierten Institutionen unseres Staates rechtzeitig und fundiert über die Einschätzung der diesem Staat dienenden Wissenschaftler zu informieren.
Gründungsaufruf

Das ist doch mal eine nette Idee, wenn die Brüder sich auf elektronischem Wege versammelt mit ihren Schwachsinnsvorschlägen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik öffentlich zur Schau stellen. So eine Art digitaler Bahnhofsstrich für alle INSM-Mietmäuler und solche, die es erst noch werden wollen.

Dafür nutzt das Plenum der Ökonomen elektronische Möglichkeiten. Es debattiert grundsätzlich öffentlich und mit voller Namensnennung im Respekt vor der Freiheit der Meinung und des Gewissens.

Das Projekt findet wirklich meine volle Zustimmung, denn so können die Bürger im Netz direkt erleben, von wem und wie die Interessen des Kapitals unter dem Deckmäntelchen von Doktorhütchen und Talaren einer angeblich objektiven und noch vorgeblicher dem Staat dienenden, sogenannten Wissenschaft bedient werden.

Dann macht mal schön, liebe VWL-Professoren, ich kann die ersten Debatten im Netz kaum erwarten.

.

Kommentare:

  1. Ich muss Widersprechen. Wissenschaftler sind Menschen die sich selbst hinterfragen. Bei der Spezies der liberalen Ökonomen kommt dies eher selten vor. Stimmt das Modell nicht mit der Realität überein ist nicht etwa der Gedankengang des Schöpfers falsch, nein der böse Staat hat die Randbedingungen des Modells nicht ermöglicht.

    AntwortenLöschen
  2. Der Keynesianer tut mir leid. Was ist da bloß schiefgelaufen? Wieder so einer, der glaubt, mit einfach gestrickter Polemik und dummen Verallgemeinerungen irgend jemanden anzusprechen, der sich für seine, von wenig wirtschaftspolitischer Reife zeugender Meinung interessiert. Armer Kerl...

    AntwortenLöschen